Die Blutegeltherapie

Blutegel

Die Blutegeltherapie als alternative Therapie gehört zu den ältesten Heilmethoden überhaupt.Die erste Schilderung der Blutegeltherapie stammt wahrscheinlich aus der indischen Medizin.Unter Blutegeltherapie verstehen wir das gezielte Ansetzen von Blutegeln zur Heilung , Linderung von Krankheiten oder zur Entgiftung und Ausleitung.Nach neusten Untersuchungen wurde die Blutegeltherapie mit in die moderne Medizin aufgenommen und anerkannt. Heutzutage kommen in Deutschland über 300.000 Blutegel zum Einsatz, so auch bei uns in der Praxis. Ich selbst praktiziere die Blutegeltherapie seit über 25 Jahren.

Die Ziele der Blutegeltherapie:

  1. Erzeugung einer sowohl lokalen, als auch allgemeinen Wirkung
  2. Entgiftende, blutreinigende, stoffwechselverbessernde Wirkung
  3. Hormonregulierende Wirkung;
  4. in der Schmerzlinderung
  5. antientzündliche und abschwellende Wirkungen, erklärbar durch Substanzen, die im Speichel des medizinischen Blutegels enthalten sind, bekannt ist insbesondere das Hirudin
  6. gefäßerweiternden-, durchblutungsfördernden-, Verklebungen - vor allem (Mikro)Thromben auflösenden-, gerinnungshemmenden- und entzündungshemmen Wirkung
  7. eine gefäßwandstabilisierende Wirkung
  8. Verbesserung der Fließeigenschaften (Viskoelastizität) des Blutes durch Blutverdünnung,
  9. einer Blutverklumpung (Thrombose) vorbeugende Wirkung
  10. lymphstrombeschleunigende Wirkung
  11. Geweberegeneration und Heilung nach Sport- oder Arbeitsunfällen und besonderes nach Operationen

Welche Blutegel benutze ich:

Medizinische Blutegel (Ringelwürmer) für den Gebrauch in einer Therapie werden von Spezialanbietern unter strengen hygienischen Bedingungen gezüchtet. Für meine Behandlungen verwende ich ausschließlich diese medizinischen, rein gezüchteten Süßwasserblutegel (Hirudo Medicinalis). Diese werden über unsere Apotheke bestellt, womit eine blutegelgerechte und einwandfreie Blutegellieferung gewährleistet ist. Leider muss jeder Blutegel, der einmal am Menschen verwendet wurde getötet und entsorgt werden. Eine zweimalige Verwendung ist strengstens verboten.

Ansetzen der Egel :

Der Blutegelbiss fühlt sich wie ein kleiner kurzer Piks mit einer Nadel an und ist meistens für den Patienten kaum zu spüren. Jedoch kommt es manchmal vor dass die Umgebung der Bissstelle im Nachhinein ein paar Minuten leicht brennt und schmerzt. Dies lässt sich folgendermaßen erklären: Die Gefäße an dieser Stelle weiten sich aufgrund der Speichelinhaltsstoffe, das Brennen ist vergleichbar mit dem Brennen der Fingerspitzen, wenn man aus der Kälte in einen warmen Raum kommt. Die Hände erwärmen sich und die Durchblutung setzt stark ein. Nun fängt der Blutegel an sich vollzusaugen, was bis zu 60 Minuten dauern kann. Er bewegt sich dabei peristaltisch und sondert seinen Speichel ab. Der Speichel gilt bei Experten als das Geheimins der erfolgreichen Blutegeltherapie. Dieser enthält blutgerinnungshemmende Stoffe, wirkt entzündungshemmend, blutgefäßerweiternd und schmerzstillend. Nachdem der Blutegel sich vollgesaugt hat, fällt er von alleine ab. Eine Blutegelsitzung dauert zwischen 20 und 80 Minuten und richtet sich nach dem Blutegel. Wie häufig müssen die Blutegel angesetzt werden und über welchen Zeitraum kann die Therapie durchgeführt werden? Blutegel werden je nach Bedarf auf die ausgesuchte Stelle einmal pro Woche aufgesetzt werden. Wobei pro Sitzung im Durchschnitt 4-6 Blutegel verwendet werden.

Die Krankheiten die ich mit dieser Therapie erfolgreich behandele :

Die Anwendungsgebiete des Blutegels sind sehr facettenreich:

  1. Alle Formen von Entzündungserkrankungen (Arthritis, Sehnenentzündungen)
  2. Arthrose
  3. Rheuma
  4. Abszesse
  5. Thrombose
  6. Wundheilungsstörungen
  7. Erkrankungen des Bewegungsapparates
  8. Hauterkrankungen
  9. Narbenbehandlungen
  10. Verletzungen
  11. Infekte und Infektionen
  12. Krampfadern (Varikosis)
  13. Akute Thrombophlebitis
  14. Akute tiefe Beinvenenthrombose
  15. Hämorrhoiden
  16. Arteriosklerose und Herzkranzgefäßerkrankungen
  17. Herzinfarkt und Hypertonische Krankheiten
  18. Vegetodystonie
  19. Lungenembolie
  20. Tinnitus und Hörsturz
  21. Kopfschmerzen und Migräne
  22. Morbus Meniere

Gegenanzeige Kontraindikationen:

  1. Hämophilie
  2. hämorragischer Diathese
  3. Schwangerschaft
  4. dauerhaft niedriger Blutdruck
  5. Immunschwäche

und bekannter Allergie gegen Inhaltsstoffe des Blutegelsekretes.Außerdem muss vor der Blutegeltherapie das Blut auf Gerinnung untersucht werden. Bei einer sehr langanhaltenden Blutung wäre eine Blutegeltherapie kontraindiziert.

Was kostet eine Blutegeltherapie:

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?
Ein Tier kostet  etwa 10 Euro . Eine Sitzung kostet cirka 100 Euro.
Hinzu kommen Kosten für Behandlung, Verband und Nachsorge.
Im ambulanten Rahmen übernehmen die Kassen die Kosten nicht.

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