Die Blutegeltherapie

Die Ziele der Blutegeltherapie:

  1. Erzeugung einer sowohl lokalen, als auch allgemeinen Wirkung

  2. Entgiftende, blutreinigende, stoffwechselverbessernde Wirkung

  3. Hormonregulierende Wirkung

  4. Schmerzlinderung

  5. entzündungshemmende und abschwellende Wirkungen, erklärbar durch Substanzen, die im Speichel des medizinischen Blutegels enthalten sind, bekannt ist insbesondere das Hirudin

  6. gefäßerweiternde-, durchblutungsfördernde-, gerinnungshemmende Wirkung und Auflösung von Verklebungen - vor allem von (Mikro-)Thromben

  7. gefäßwandstabilisierende Wirkung

  8. Verbesserung der Fließeigenschaften (Viskoelastizität) des Blutes durch die Blutverdünnung

    und einer Blutverklumpung (Thrombose) vorbeugende Wirkung

  9. lymphstrombeschleunigende Wirkung

  10. Geweberegeneration und Heilung nach Sport- oder Arbeitsunfällen und besonders nach Operationen

Welche Blutegel benutze ich:

Medizinische Blutegel (Ringelwürmer) für den Gebrauch in einer Therapie werden von Spezialanbietern unter strengen hygienischen Bedingungen gezüchtet. Für meine Behandlungen verwende ich ausschließlich diese medizinischen, gezüchteten Süßwasserblutegel (Hirudo Medicinalis). Diese werden über unsere Apotheke bestellt, womit eine blutegelgerechte Züchtung und einwandfreie Blutegellieferung gewährleistet ist. Jeder Blutegel muss nach einmaliger medizinischer Verwendung entsorgt werden. Eine zweimalige Verwendung ist strengstens verboten.

Ansetzen der Egel :

Zur Behandlung ist es ratsam leicht waschbare und recht weite Kleidung zu tragen, damit ein lockerer Verband darunter passt. Der Blutegelbiss fühlt sich an wie ein kurzer Piks mit einer Nadel und ist meistens für den Patienten kaum zu spüren. Das Schmerzempfinden ist zwar individuell und von der Ansatzstelle abhängig aber grundsätzlich wird von einem Schmerzempfinden vergleichbar der Berührung mit einer Brennnessel oder einem Insektenstich empfunden.

Jedoch kommt es manchmal vor, dass die Umgebung der Bissstelle im Nachhinein ein paar Minuten leicht brennt und schmerzt. Dies lässt sich folgendermaßen erklären: die Gefäße an dieser Stelle weiten sich aufgrund der Speichelinhaltsstoffe. Das Brennen ist vergleichbar mit dem Brennen der Fingerspitzen, wenn man aus der Kälte in einen warmen Raum kommt. Wenn der Blutegel anfängt sich vollzusaugen kann das bis zu 60 Minuten dauern.

Ansetzen der Egel :

Der Blutegel bewegt sich dabei peristaltisch und sondert seinen Speichel ab.

Der Speichel gilt bei Experten als das Geheimnis der erfolgreichen Blutegeltherapie.

Dieser enthält blutgerinnungshemmende Stoffe, wirkt vor allem entzündungshemmend, blutgefäßerweiternd und schmerzstillend.

Nachdem der Blutegel sich vollgesaugt hat, fällt er von alleine ab.

Eine Blutegelsitzung dauert zwischen 20 und 80 Minuten und richtet sich nach dem Blutegel.

Wie häufig müssen die Blutegel angesetzt werden und über welchen Zeitraum kann die Therapie durchgeführt werden?

Blutegel werden je nach Bedarf auf die ausgesuchte Stelle einmal pro Woche aufgesetzt.

Dabei werden pro Sitzung im Durchschnitt 1-6 Blutegel verwendet.

Nach der Blutegelsitzung:

Bis das Blut an der Bissstelle geronnen ist, sollte man auf sportliche Aktivitäten verzichten.

Außerdem sollte man nach der Behandlung viel trinken, da es durch die natürliche Stimulation des Lymphstroms zu einer erhöhten Wasserausscheidung kommen kann.

Die Bisswunde

Das entstehen von kleineren Bisswunden während der Therapie ist unvermeidbar.

Bei Patienten mit Keloidneigung können diese unter leichter Narbenbildung abheilen.

In der Regel kommt es, je nach Hauttyp, zu einer Depigmentierung im Bereich der Bissstelle, was zu einer leichten Aufhellung der Haut führen kann.

Die Wundränder der meist dreizackigen Bissstelle schwellen in einem Zeitraum von 12 bis 48 Stunden an.

Es kann ein leichtes Spannungsgefühl, Wärmeempfinden oder eine Rötung auftreten. Die Wunde und deren Umgebung verfärben sich leicht, ähnlich wie bei einem gewöhnlichen Bluterguss.

Diese Erscheinungen sind völlig normal und bedürfen keiner Nachbehandlung, denn es handelt sich nicht um eine Infektion.

Die Bissstellen ziehen sich rasch zusammen und sind nach wenigen Wochen abgeheilt und somit unsichtbar.

Eine häufige Reaktion des Körpers auf die Behandlung ist ein Juckreiz im Bereich der Bissstelle.

In einigen wenigen Fällen wird von einem starken Juckreiz berichtet, jedoch sollte ein Aufkratzen der Wunde unbedingt vermieden werden da dies zu einer Sekundärinfektion führen kann.

Um den Juckreiz zu lindern, kann ggf. auf folgende effektive Hausmittelchen zurückgegriffen werden: ein leichtes klopfen auf die Wunde lindert schon den Juckreiz oder eine äußerliche Anwendung von Fenistil®-Gel, Quarkwickeln, Alkoholumschlägen und Umschlägen mit Essigwasser.

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